Podcastfolge | Jens-Michael Ruppelt von featureloft zur Digitalisierung in komplexen Unternehmensfeldern

Vorstellung der Person__

Seit 1999 begleitet Jens-Michael Ruppelt die Digitalisierung von zahlreichen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen und plant ganz nebenbei mit einigen Eltern die Gründung eines eigenen Kindergartens – und das auch noch in der Stadt, in der damals der erste Kindergarten überhaupt gegründet wurde. Mit dem featureloft berät er Organisationen, die Schwierigkeiten haben, sich in einem komplexen Marktumfeld zu behaupten. Sein Fokus liegt auf der Effizienzsteigerung durch IT und neue Modelle der Zusammenarbeit, um Flexibilität und Kundenzufriedenheit zu erreichen. In seiner Rolle als CTO von N3 hat er selbst als Führungskraft das Thema Innovation in einem ganz besonderen Joint Venture von Rolls Royce und der Lufthansa getrieben. Mittlerweile gibt Jens-Michael Ruppelt sein Wissen rund um agile Führungsansätze und New Work an Geschäftsführer, Vorstände, Führungskräfte und Teams weiter.

„Natürlich kann ich zunächst einmal schauen, was meine Shareholder machen, muss mir aber immer darüber im Klaren sein, dass das Konzerne sind und wir letztendlich unsere Kraft aus unserer Geschwindigkeit und unserem Mittelstandsdasein schöpfen.“

Jens-Michael Ruppelt, featureloft

Thema: Digitalisierung in komplexen Unternehmensumfeldern__

Wenn IT-Initiativen auf Regulatorik treffen, wird es besonders in der Luft- und Raumfahrt schnell eng für innovative Ansätze und Digitalisierungsvorhaben.
Was tun, wenn das Audit vom Bundesluftfahrtamt auf komplexe Anforderungen von OEMs trifft? Jens-Michael Ruppelt kennt die Antwort und schafft den digitalen Dreiklang: Prozesseffizienz, Kundennutzen und neue Geschäftsmodelle. In dieser Folge von „just add digital“ lässt uns der Gründer vom featureloft an seinen persönlichen Success Storys zum Umgang mit komplexen Aufgabenstellungen und Herausforderungen teilhaben. Wir lernen, wie Sensorik-Echtzeitdaten und Machine Learning das Überholen von Großtriebwerken automatisieren und warum ein Scrum Master nicht das Maß der Dinge für digitale Transformation im Unternehmen ist.

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Just add your 2 cents: 5 schnelle Fragen an Jens-Michael Ruppelt__

  1. Wer inspiriert dich in deiner täglichen Arbeit und von wem kannst du lernen? Inspirieren tun mich täglich meine Kinder: Von denen ich auch täglich etwas lernen kann. Mit wie viel Glaubenssätzen wir durch die Welt laufen und ich lasse mich sehr gerne von kleinen Startups inspirieren, von deren Geschwindigkeit und Mindset.
  2. Welche neuen Business-Modelle findest du spannend? Was ich aktuell sehr spannend finde ist der Wandel in der Automobilindustrie – und da kann man „Auto“ fast streichen – in der Mobilindustrie: Wie wird sich unsere Mobilität in den nächsten Jahren verändern und was ergeben sich daraus für Geschäftsmodelle?
  3. Was ist deiner Meinung nach der größte Irrtum in der Digitalisierung? Ich glaube, der größte Irrtum ist, dass Digitalisierung hauptsächlich etwas mit Technologie zu tun hat. Es ist aus meiner Sicht viel, viel mehr.
  4. Nutzt du selbst digitale Angebote oder besuchst virtuelle Events? Tatsächlich bin ich jemand der relativ wenig „schaut“, allerhöchstens mal was auf YouTube, aber mehr so wenn ich bspw. Inspiration suche, warum der Rasen nicht wächst. Ansonsten bin ich eher ein Freund des Hörens, ich bin ein Podcast-Typ. Was ich jedem empfehlen kann, ist die App Blinkist, die sehr viele interessante Bücher in 15 Minuten zusammenfasst. Daraus ziehe ich sehr viele Impulse.
  5. Welche Literatur kannst du empfehlen? Das ist relativ schwierig, weil ich immer sehr spezifisch auf ein bestimmtes Thema schaue, gibt es da Fachbücher… Zwei wichtige Autoren aus den letzten beiden Jahren: Christoph Keese mit seinen beiden Büchern Silicon Valley und Silicon Germany. Sehr inspirierend, sehr gut geschrieben auch sehr mitreißend. Und ich bin ja ein Freund des Kindergartens, von daher kann ich jedem das Buch von Richard David Precht „Anna, die Schule und der liebe Gott“ ans Herz legen, wenn man mal ein bisschen geschockt werden möchte, wie unser Bildungssystem tatsächlich funktioniert. Das Buch bringt es ganz gut auf den Punkt.

Wo würdest du digitalisieren, wenn es keine Grenzen gäbe, was Budget, Technologie oder Sicherheit angeht?

Wenn ich darüber nachdenke, wo würde ich als erstes anfangen zu digitalisieren, dann kommt mir immer unsere öffentliche Verwaltung in den Sinn. Ich glaube, dass dort das größte Potenzial ist, vor allem auch für die Verwaltung, näher an den Menschen ran zu rücken. Ich glaube, dass hier aber die genannten Einschränkungen gar nicht so groß sind, sondern dass es einfach nur darum geht, die Themen einfach mal zu machen… Wenn es um das freie Denken geht, dann würde ich tatsächlich sagen: Im Bereich Medizin stecken sehr viele Potenziale.

Shownotes__

1:37Das JointVenture N3 und was es besonders macht
03:05IT als „Interne Dienstleistung
05:15Digitalisierung bei Rolls Royce und der Lufthansa und die Auswirkungen auf die tägliche Arbeit bei N3
7:50Herausforderungen für Digitalisierungsprojekte in der Luft- und Raumfahrt
10:20Parallelen zu anderen Branchen
13:24Automatisierung von Cleaning Lines in der Triebwerksüberholung durch Datenanalyse und Machine Learning
16:45Umgang mit komplexen Projektstrukturen und Herausforderungen
17:45Hypothesen zum Start
19:14Die richtige Datenbasis als Grundlage für intelligente Prozessautomatisierung
22:15Der Einfluss von Demografie und Wertewandel für Unternehmen und Veränderungen in der Arbeitswelt
26:46Bedeutung von fachspezifischen Zertifizierungen für den Paradigmenwechsel und die digitale Transformation
28:40Just add your two cents – 5 schnelle Fragen

Links zur Folge__

  1. Über N3
  2. Wer war eigentlich Frithjof Bergmann, der Ur-Vater von „New Work“?
  3. Buch-Tipp Christoph Keese „Silicon Germany“:
  4. Buch-Tipp Richard David Precht „Anna, die Schule und der liebe Gott“:

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Weiterführende Artikel im Almato-Blog__

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