Podcast-Folge | Daniel Bäck als Experte für digitale Weiterbildung von DEPOT über Game-based E-Learning

Vorstellung der Person__

Daniel Bäck ist nicht nur Abteilungsleiter für Personalentwicklung bei DEPOT (Gries Deco Company), sondern steckt auch hinter dem viel gelobten und innovativen Mobile Game „Heartbeat“, das seit 2018 als Weiterbildungsmaßnahme beim Einrichtungsspezialisten DEPOT eingesetzt wird. Bereits in seiner Diplomarbeit hat sich der studierte Pädagoge und leidenschaftliche Gamer mit virtuellen Gemeinschaften und dem Thema E-Sports befasst, was damals den meisten noch gar kein Begriff war. Ganz klar, dass viele in dieser Szene angewendeten Methoden später den Weg in sein Berufsleben fanden. Mit „Game-Based-Learning“ mischt Daniel Bäck die Welt der digitalen Weiterbildung auf und gilt als Experte für interaktive und virtuelle Lernformate.

Daniel Bäck zu Gast beim Podcast just add digital

„Anstatt PowerPoint-Slides oder Handbücher: Lass es doch erleben und entdecken.“

Daniel Bäck, Leiter Personalentwicklung von DEPOT

Thema: Game-based E-Learning__

Wie lernen wir Menschen eigentlich und warum? Zusammen mit dem E-Learning-Experten und Pädagogen Daniel Bäck decken wir verschiedene Lernwelten auf, erfahren mehr über den Hintergrund und die Entwicklung von Game-Based-Learning und erhalten Praxistipps, wie man durch neue Lernkonzepte höhere Lern- und Motivationserfolge erzielt. Als Vordenker im Bereich E-Learning diskutiert Daniel Bäck mit uns nicht nur über die Bedeutung von Gamification und digitaler Technologie für den Wissensaufbau und die individuelle Weiterbildung, sondern grenzt auch deutlich ab, wann es manchmal besser ist, „oldschool“ unterwegs zu sein und „offline“ und „analog“ zu lernen.

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Just add your 2 cents: 5 schnelle Fragen an Daniel Bäck__

  1. Wer inspiriert dich in deiner täglichen Arbeit und von wem kannst du lernen? Von den Kollegen und allen Mitarbeitern und vor allen Dingen von Misserfolgen, wo ich noch investigativ nach Lösungen suchen kann. Das inspiriert mich.
  2. Welche neuen Business-Modelle findest du spannend? Das sind zwei: Einerseits das On-Demand-Modell. Klappt das wirklich? Man kennt das ja, Video auf Abruf, Lerninhalte auf Abruf. Ich frage mich: Wann klickst du wirklich drauf? Wann entscheidest du dich bewusst für etwas? Auf der anderen Seite der „Prosumenten“-Gedanke. Also wenn der Konsument gleichzeitig Produzent ist. Das finde ich sehr spannend und frage mich, was kann ein Prosument wirklich leisten?.
  3. Was ist deiner Meinung nach der größte Irrtum in der Digitalisierung? „Alles Digitale ist besser.“ Ein wunderbares Beispiel: LinkedIn-Learning, ehemals Video2Brain. Wie viele unglaubliche Videos habe ich erlebt, wo sich jemand einfach frontal abgefilmt hat und geglaubt hat, er hätte jetzt einen guten Inhalt geschaffen. Der hat einfach nicht verstanden, dass ich, während das Video läuft, einfach nur die Kommentare gelesen habe.
  4. Hast du Veranstaltungstipps für uns? Eine wirkliche Veranstaltung, wahrscheinlich die einzige, ist die LEARNTEC in Karlsruhe. Weil dort viele Etablierte sind, aber vor allem Startups. Denn was es vor allem beim Thema Smartphone-Learning braucht, sind frische Ideen. Und es sind die ganzen klassischen Netzwerke und Barcamps, wo ich Personen treffe, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und die mir ihre Success Stories oder „Fuck-up-Geschichten“ erzählen. Dadurch lernt man unglaublich viel.
  5. Welche Literatur kannst du empfehlen? Da bin ich total „oldschool“. Ich finde Lektüren haben einen gewissen größeren Umfang und sie behalten auch lange ihre Gültigkeit. Ein Buch mit dem ich heute noch Mitarbeiter bei mir im Bereich als erstes konfrontiere: Multimedia Learning von Richard Mayer. Das Buch ist Ende des letzten Jahrtausends entstanden, hat aber auch noch heute Relevanz, weil es eher so eine lernpsychologische Schiene ist. Und gerade für das Entdeckende Lernen ist der Ansatz des Konstruktivismus das Passende. Zum Beispiel die konstruktivistische Didaktik von Prof. Kersten Reich eignet sich, um sich grundlegend mal mit neuen Lernmodellen auseinander zu setzen und damit zum Abschluss halt kein Frontalvideo eines Frontalvortrags entsteht.

Wo würdest du digitalisieren, wenn es keine Grenzen gäbe, was Budget, Technologie oder Sicherheit angeht?

Wunderschöne Frage! Könnte in mir Science-Fiction auslösen … Ich gehe über die LEARNTEC immer von Stand zu Stand mit einer Frage, ich habe so eine Vision: Wenn ich als Kunde eine Filiale betrete, dann verstehe ich wie ein Laden tickt, aus Kundensicht. Wenn ich nun als neuer Mitarbeiter den Laden betrete, wird sich meine Wahrnehmung ändern. Ich hätte gerne ein Lernangebot, wo ich mir plötzlich – und sei es nur virtuell – eine Brille aufsetzen kann und anstatt ein Kundenerlebnis zu haben, mal ein „ich verantworte diesen Bereich“-Erlebnis habe, um dadurch meinen Blick neu zu schärfen. Und ich würde gerne die Sinne in der virtuellen Zusammenarbeit ergänzen um den Geruchssinn. Weil das viel ausmacht in der Interaktion.

Community-Frage von Daniel Bäck:

„Gedankenexperiment: Erinnere dich an eine Situation, wo du jemand anderem erzählen würdest, da hab ich richtig was gelernt. Die Gedanken-Fragmente, die du jetzt im Kopf hast, zu der mag ich einfach eine Behauptung und eine These aufstellen, dass was dir als erstes durch den Kopf geschossen ist sind Themen und Situationen, wo du vor allem in deiner realen Situation ein Problem gelöst hast. Man würde sagen, wo es eine hohe Lernrelevanz gibt. Mit diesem Gedankengang mag ich mit euch folgende Frage diskutieren: Wie muss jetzt eigentlich ein E-Learning aussehen, was auf dem basiert, was dir gerade durch den Kopf geschossen ist. Egal ob technisch oder inhaltlich. Viel Spaß beim Diskutieren.“

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Zum Abschluss noch ein Tipp von Daniel Bäck zur Einführung von E-Learning:

„Denke an eine Problemstellung in deinem Unternehmen, überlege dir alle digitalen Lernkanäle und erstelle eine Sammlung nach dem Motto: Hier findest du Hinweise und Orientierung zu den Antworten auf die Problemstellung.“

Shownotes__

00:20Der erste Kontakt zu E-Learning
01:55Was ist Game-Based-Learning?
03:40Feedback der Mitarbeiter
04:38Was bewirkt eigentlich eine Lernbiografie?
06:23Wie lange dauert die Einführung von Game-Based-Learning? Welche Herausforderungen gibt es?
07:55Welche Rolle spielt das Smartphone?
11:00E-Learning außerhalb der regulären Arbeitszeiten – wie funktioniert das?
12:32Was bringt die Zukunft von E-Learning?
14:47Tipps für die Einführung von E-Learning
17:26Ist ein kultureller Wandel notwendig für die Einführung von E-Learning?
27:50Just add your 2 cents – 5 schnelle Fragen

Links zur Folge__

  1. E-Learning Award 2018 vom E-Learning Journal: “Heartbeat”
  2. Einblick in das Mobile Game “Heartbeat“
  3. Buch-Tipp „Multimedia Learning” von Richard Mayer
  4. Buch-Tipp „Konstruktivistische Didaktik“ von Kersten Reich

Die Podcastfolge auch bei:

Gruppenbild Daniel Bäck mit den Moderatoren JAD

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